Charity

Seit Beginn der Revolution in Syrien 2011 und dem darauffolgenden Bürgerkrieg sind fast 7 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen innerhalb Syriens, in die Nachbarländer und auch nach Europa oder in die USA. Die meisten der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen gehen seit Jahren nicht mehr zur Schule. In Syrien war der Schulweg zu gefährlich und in den Flüchtlingscamps fehlt zum Teil die Infrastruktur oder ein Schulbesuch in einer hiesigen Schule ist zu teuer. Die Flüchtlingsfamilien können sich das Schulgeld kaum leisten. Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für viele Syrer nur eingeschränkt möglich. Die syrischen Familien haben wenig Geld zum Leben und sind aus diesem Grund auf Hilfe von Dritten angewiesen. Viele sind abhängig von den Auslandsüberweisungen ihrer Verwandten oder von der Hilfe von Nichtregierungsorganisationen.

Bildung aber ist ein Menschenrecht und wichtig für die Zukunft Syriens. Nur mit gut ausgebildeten jungen Menschen wird es Syrien möglich sein, nach dem Ende des Bürgerkriegs das Land, das Bildungssystem, die Wirtschaft und das Leben in Syrien wieder aufzubauen. FAOSE e.V. hat sich mit dem Projekt „Kids for Kids“ zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch zu ermöglichen und die Bildung der Mütter zu unterstützen. Mit Hilfe von Spendengeldern sowie Partnern in Syrien und Libanon will FAOSE e.V. den Aufbau einer Schule unterstützen und unterhalten.

Wir möchten nicht nur in Syrien helfen, sondern auch junge Menschen in Deutschland für die Belange von Flüchtlingskindern sensibilisieren. Genau deswegen trägt eines unserer Projekte auch den Namen „Kids for Kids“.

Durch das Projekt konnte u.a. im Libanon eine Schule gebaut werden, die nunmehr weit über 200 Kindern ermöglichte, zur Schule zu gehen. Mittlerweile haben wir im Libanon eine NGO gefunden, die unsere Schule übernommen hat und diese nach unseren Vorstellungen weiterführt. Damit ist das Projekt „Kids for Kids“ für FAOSE jedoch nicht beendet! Als nächstesplanen wir im Libanon mit einem Partner vor Ort ein mobiles Lern- und Spielmobil –den „Bibliobus – Kids for Kids Mobil“. Er soll regelmäßig durch die Flüchtlingslager und Schulen in der Bekaa-Ebene fahren und Flüchtlingskinder besuchen.

"Kids for Kids" aktuell

Dank zahlreicher Spenden und dem Engagement der Menschen vor Ort war es möglich den Bau der Schule abzuschließen und das Schuljahr beginnen zu lassen.

"Kids for Kids" in Deutschland

"Kids for Kids" in Deutschland

FAOSE e.V. möchte nicht nur syrischen Kindern helfen, wieder in die Schule zu gehen, sondern auch deutsche Kinder für die Belange von Flüchtlingskindern sensibilisieren und gemeinsam mit ihnen das Thema Kinderrechte und Frieden erarbeiten. Aus diesem Grund gehen Mitglieder von FAOSE e.V. an deutsche Schulen und berichten über die aktuelle Arbeit. Die deutschen Schülerinnen und Schüler haben auch die Möglichkeit Schulpakete zu packen und FAOSE e.V. versendet diese nach Möglichkeit an die Partnerschule in den Libanon. Falls Sie Interesse haben, FAOSE e.V. für eine Unterrichtsstunde einzuladen, wenden Sie sich einfach

"Kids for Kids" im Libanon

"Kids for Kids" im Libanon

Der Libanon hat mit seinen fast viereinhalb Millionen Einwohnern bereits über eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Täglich werden es mehr und die Zahl der Flüchtlingscamps steigt. Aber auch im Libanon gibt es eine aktive FAOSE-Gruppe. Sie selbst sind fünf Flüchtlinge aus Syrien, die denselben Wunsch wie wir in Deutschland hatten. Die drei Frauen und zwei Männer leben nun in der Bekaa-Ebene im Osten von Libanon. In Syrien haben sie als Lehrer und Kindergärtnerinnen gearbeitet.

Im Juli 2014 startete das Projekt. Es begann mit der Suche eines geeigneten Grundstücks und der Grundsteinlegung für den Schulbau, nahe der Stadt Zahlé in Chtaura. Neben dem reinen Unterricht von Schulkindern, soll es auch Alphabetisierungskurse für Mütter geben. FAOSE e.V. glaubt daran, dass das Empowerment der Mütter eine grundlegende Bedeutung für die Bildung der Kinder hat. Mütter sollen in die Lage versetzt werden, ihre Kinder während der Schulzeit zu unterstützen und sie aktiv bei der Zukunftsplanung begleiten. Ziel ist es, innerhalb von acht Monaten 120 Kinder und 50 Mütter zu beschulen. Langfristig soll ein Stipendiensystem aufgebaut werden, das begabten SchülerInnen den Besuch einer weiterführenden Schule im Libanon ermöglicht. Darüber hinaus entstehen durch die Infrastruktur der Schule Arbeitsplätze für Lehrende, Betreuungspersonen und Personen, die im Küchen- und Versorgungsbereich arbeiten. Durch das Projekt „Kids for Kids“ im Libanon können Kinder in Frieden zur Schule gehen, Mütter eine starke Rolle an der Seite ihrer Kinder einnehmen und können gemeinsam somit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft Syrien beitragen.

Ziele und Herausforderungen

Die Situation für ausländische Hilfsorganisationen (NGOs) im Libanon ist schwierig. Libanons Bevölkerung besteht zu fast ein Viertel aus Flüchtlingen. Mit steigender Anzahl an Flüchtlingen ist auch die Zahl der Organisationen gestiegen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sein möchten. Immer wieder finden sich „schwarze Schafe“ unter den Organisationen und so hat der libanesische Staat die Registrierungsmöglichkeit mittlerweile eingeschränkt. Aus diesem Grund brauchen neue Organisationen bereits etablierte NGOs, die ihnen bei bürokratischen und logistischen Fragestellungen unter die Arme greifen. FAOSE e.V. konnte die NGO Salam LADC als Unterstützer gewinnen. Diese Organisation hat bereits vielfältige Erfahrungen in der Projektarbeit. Unter anderem führen sie auch Projekte mit der Botschaft Frankreichs durch. Mit unserem Projekt möchten wir weiter als nur bis morgen denken. Wir wollen schon jetzt an die Zukunft Syriens denken, die sich weder dem Faschismus noch radikalen Gedankenguts beugen sollte. Denn die Bildung der Kinder und Jugendlichen, die später Syrien rehabilitieren werden, legt den Grundstein für diese Zukunft in einer pluralistischen Gesellschaft. Insbesondere ist uns der ganzheitliche Ansatz wichtig. Aus diesem Grund legen wir nicht nur Wert auf die Schulbildung der Kinder, sondern möchten auch den Müttern die Gelegenheit geben, sich zu bilden und ihre Kinder auf dem Bildungsweg zu begleiten. Auch die Nachhaltigkeit ist von entscheidender Bedeutung. Das Projekt soll nicht dazu dienen, Parallelstrukturen zum libanesischen Bildungssystem aufzubauen. Im Gegenteil: Ziel ist es, die Kinder nach einem Schulzyklus von acht Monaten in libanesische Schulen zu integrieren. Da die meisten Schulen nicht kostenfrei sind, ist es notwendig, auch ein Stipendiensystem zu etablieren.

Unterstützen Sie das Projekt – den Aufbau und Unterhalt der Schule – mit einer regelmäßigen Spende. Jeder Betrag ist von Bedeutung. Über den aktuellen Projektstand können Sie sich unter News informieren.